Herzlich Willkommen beim Bürgerverein Wolfshagen e.V.

Etabliert hat sich der Verein aus Sympathie und Verantwortung der Mitglieder zum Ort. Hauptziel überparteilicher Arbeit ist: Vermittlerfunktion und Gestaltungseinfluss auf den lokalen Raum zu nehmen sowie meinungsbildende und -bündelnde öffentliche Stimme zu sein.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts «Steuerbegünstigte Zwecke» der Abgabenordnung.

Der Verein arbeitet auf demokratischer Grundlage; er ist überparteilich sowie zu allen gesellschaftlichen Gruppen neutral.

 

News

  
vom Dienstag, 15.05.2012, 11:00
Nächste Mitgliederversammlung
Wir sehen uns:
Datum: Donnerstag, 21. Juni 2012
Termin: 20:00 Uhr
Ort: Unsere beliebte Schäderbaude
Hinweis:
Das Bürgerbuch anschauen lohnt sich stets.
No ´´Facebook-Sprüche´´, dafür ins Bürgerbuch!

  
vom Montag, 14.05.2012, 12:06
Kurzbrief im Mai

Im Rausch heutiger schnelllebiger Zeit muss ein Ereignis geradezu brachial daherkommen, um den Rang beachtenswerter Information zu erlangen. Denn was gestern als brandneu erkannt wurde, ist heute, als besondere Aufmerksamkeit längst schon wieder verschlissen. Nur Spektakuläres wird überhaupt noch wahrgenommen, um dann umso fliehkräftiger aus öffentlichem Bewusstsein zu entschwinden. So schnell leben wir. Verschwindet alles Tatsächliche wirklich so jäh und spurenlos? Nein! Nein! So stimmt das nicht! Denn der Mensch, als ein zeitliches Wesen besitzt und hinterlässt Geschichte. Und weil ein jeder nicht allein auf der Welt lebt, haben wir eine gemeinsame Geschichte. Und denken wir an unseren Ort, so besitzen wir eine Wolfshäger Geschichte. Eingebettet im heimatlichen Boden bergen sich Sachen und Funde und diese bleiben uns jenseits flüchtiger Zeit. Ich spreche hier von unserer «Gowische Burg auf unserem Burgberg». Einfach ein Objekt wie viele andere? Nein! Sie wird zunehmend beachtet und aufmerksamer gerät unsere Burg in öffentlichen Blick. Das Thema spricht sich herum. Siehe Schwarzbuchreihe sowie GZ-Reportagen 18. April und 8. Mai 2012 (Detlef Kühlewind).

Soll «Kurzbrief im Mai» ein solider sein, gehört Hintergrund dazu:
Das reichsfreie Geschlecht der Gowische entstammt unseren Höhen und Tal. Von hier wirkten sie als späte Ritterbürtige in bedeutenden Funktionen als Bergmeister und Reichsvögte sowie als Domherren in Goslar und Hildesheim, bevor deren Leben im 14. Jahrhundert wieder ins Dunkle der Geschichte zurücktrat. Und wir wissen nur deshalb von ihnen, weil von dem was sie bewirkten, auch Tatsächliches zurückblieb. So unter anderem deren Burc auf dem Burc-berc und Burc-hagen war der Burgwall. Und wir als Spätgeborene leben nun unsere Zeit und stehen im hellen Licht der Gegenwart. Ja, im hellen Licht. Wenn schon eines jeden Zukunft verborgen ist und schicksalhaft finster bleibt, so wollen wir zumindest gegen den Schatten des Vergessens dieser Burganlage arbeiten.

Keine Gegenwart zeigt sich als vollkommen, wie kann es dann zurückgelassene Geschichte sein? Deshalb müssen wir als Zeitzeugen Geschichtliches und Geschichten Stück für Stück, Fund für Fund, zusammenbauen, dann sinnhaft aufs Ganze schließen, um auf diese Weise fundiert auch plausibel auszulegen. Und hieran bildet sich historisches Bewusstsein aus. Wie es sich in unserem Falle auch gestalten mag. Ob man sich für die Gowisches interessiere, ihre Funde und Verknüpfungen interpretiert sowie dokumentiert oder von ihnen einfach schreibt - vorderhalb vergangener Existenz oder innerhalb heutiger Präsenz – so wie es halt noch da ist. Und neben satzungsgemäßen Aufgaben sehen wir uns zur Sache Gowische als Bürgerverein im gemeinsamen Sinn und als öffentlicher Platz teilnehmender Ortsgeschichte. Es ist wie eine Art der Dringlichkeit von gestern welche uns hier und heute erreicht. Wir müssen die Reste unserer Gowische Burg öffentlichkeitswirksam erhalten – vergegenwärtigen wir gegen den Schatten des Vergessens. Packen wir es gemeinsam an!

Ingo Treuner
Schriftführer
Wonnemond 2012

  
vom Dienstag, 10.04.2012, 11:11
Kurzbrief April 2012

Ein öffentliches Buch blanker Seiten, auf die ein jeder etwas eintragen kann? Wer besitzt einen solchen Schatz? Nein! Ich spreche von keinem ehrenwerten Goldenen Buch einer Stadt darin eingeschriebener geschichtswirksamer Repräsentanten, sondern hier ist die Rede von einem ganz besonders wertvollem Werk. Nämlich von einem, welches kritische Bürger selbst fortschreiben können; ich rede vom Bürgerbuch auf unserer Web.-Seite. Dem öffentlich zugänglichen Schatz Wolfshäger Bürger. Und was zuvor in vielen Telefonaten dem Bürgerverein übermittelt wurde, dies tat nun sich auch durch zwei Einträge im Bürgerbuche kund.

Zur Sache. Da gibt es im oberen Teil unseres Ortes einen kleinen munteren Bach namens Riesebeek. Beidseitig in wunderschöne Wiesen eingebettet und behütet von angrenzenden Bäumen. Es begleitet ihn eine schmale Straße, welcher er seinen Namen spendete und diese ist auch sehr klein. Grüne Wiesen am lieblichen Ufersaum, munter plätscherndes Bächlein, ein Sträßchen. Welch harmonische Augenweide naturbewusster Bürger und Gäste auf einem Biotop. Und auf eines dieser Kleinods, ein Wiesenstück respektabler Länge von rund 25 laufenden Metern Schönheit will jemand einen Garagenblock bauen! Ja! Richtig gelesen! Einen Block von 6 bis 8 Garagen wie etwa 20 Meter laufender Beton.

Mag vielleicht das Baurecht dem Bauwilligen zustimmen, dann bleibt verletzt zurück stets der naturliebende Mensch. Ja, und selbst wenn Baurecht sich hier zum Herrn erhebe, wird sodann Vernunft zum Knecht, und das ist Unrecht. Wir haben alles schon einmal gehabt! In sozialistischen Gefilden vormaliger DDR laufen derzeitig beinahe unzählige Rückbaumaßnahmen von Plattenbauten. Dort doch etwas gelernt? Hier scheinbar jemand nein. Dabei ist allen vernünftigen Wesen eines klar: Wenn man den Fortschritt nicht mit Werten auffüllt, wird er zur Bedrohung.
Was sollen Garagen, wenn sie keiner braucht? Oder sollen sich in ihnen statt Autos Gerümpel ansammeln? Viele Leerimmobilien stehen in unserem Orte und man opfert beste, schönste Natur. Kopfschüttelnd bleibt vernünftiger Bürger zurück, erfüllt von einer rechtsmöglichen Unsauberkeit misshandelter Grünflächen – sie und er sind von Unwert bedroht, ja, verletzt. Viele Motive sprechen gegen das Projekt aber es mangelt ausgreifenden Worten hier am Platze. Was würde bei Realisierung bleiben? Auch klar. Zuungunsten Vieler bleibt eine verunglückte Wirklichkeit zurück.

Selbstverständlich werden wir vom Bürgerverein den im Bürgerbuch angetragenen Gemeinsinn unterstützen, dazu haben wir uns satzungsgemäß verpflichtet.

Ingo Treuner
Schriftführer
Ostern 2012






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